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Maine Coon – Haltung, Verhalten & Tipps für Einsteiger

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21. Juli 2025

Du hast von der Maine Coon gehört und überlegst, ob diese beeindruckende Katze zu Dir passt? Vielleicht bist Du auch schon stolzer Katzenhalter und möchtest das Verhalten Deiner Coonie besser verstehen. Dann bist Du hier genau richtig. Ich teile meine Erfahrungen mit meinen eigenen Maine Coons und zeige Dir, worauf Du achten solltest – mit ehrlichen Tipps, ohne Schönmalerei, aber mit ganz viel Herz für diese außergewöhnliche Rasse.


Die Maine Coon: Wenn Katzen plötzlich wie Hunde sind

Die Maine Coon ist nicht nur groß – sie ist eine Persönlichkeit. Viele bezeichnen sie als „Hund unter den Katzen“, und ja: da ist was dran. Sie folgt Dir durch die Wohnung, schaut Dir bei der Arbeit zu, wartet an der Tür, wenn Du nach Hause kommst, und plaudert mit Dir in ihrer eigenen Sprache.

Aber: Eine Maine Coon ist kein Accessoire. Ihre Anhänglichkeit, ihre Intelligenz und ihre enorme Größe bringen Verantwortung mit sich. Wenn Du also überlegst, Dir eine Maine Coon ins Leben zu holen – oder bereits eine hast und besser verstehen willst, was sie wirklich braucht – lies weiter. Hier bekommst Du keine trockene Rassebeschreibung, sondern echte Einblicke.


Herkunft und Besonderheiten der Rasse

Die Maine Coon stammt ursprünglich aus den USA, genauer gesagt aus dem Bundesstaat Maine. Sie gilt dort als natürliche Landrasse, die sich ohne gezielte Zucht entwickelt hat. Das erklärt auch ihre robuste Gesundheit und ihr wetterfestes, halblanges Fell.

Was sofort auffällt: Maine Coons sind riesig. Kater bringen locker 6–9 Kilo auf die Waage, manche sogar mehr. Aber es ist nicht nur die Körpergröße – auch das Wesen ist besonders. Sie sind freundlich, sanftmütig und dennoch verspielt bis ins hohe Alter.

Ihre dichte Unterwolle, die großen Pfoten mit Fellbüscheln, der lange buschige Schwanz – das alles macht sie nicht nur optisch beeindruckend, sondern auch sehr anpassungsfähig an verschiedene Lebensräume.


So tickt eine Maine Coon wirklich

Wenn Du das Verhalten einer Maine Coon verstehen willst, musst Du Dich von klassischen Katzenklischees verabschieden. Diese Rasse ist nicht zurückgezogen oder launisch – im Gegenteil: Sie ist präsent, kommunikativ und extrem menschenbezogen.

Beziehungsfähig statt distanziert: Eine Maine Coon baut eine enge Bindung zu ihren Menschen auf. Sie will Teil Deiner Welt sein – ob Du kochst, duschst oder auf der Couch sitzt. Alleinsein mag sie nicht besonders.

Verspielt bis ins hohe Alter: Auch mit acht Jahren jagen viele Coonies noch begeistert Bällchen oder spielen mit interaktiven Spielzeugen. Ihre Intelligenz fordert Beschäftigung – sonst sucht sie sich selbst Aufgaben, die Dir vielleicht weniger gefallen (Küchenschrank öffnen, Müll durchwühlen…).

Gesprächig mit eigenem Dialekt: Maine Coons miauen selten laut. Sie schnattern, trillern, zwitschern – und das ziemlich oft. Wenn Du eine stille Wohnung bevorzugst, ist sie vielleicht nicht die richtige Wahl.

Geduldig und freundlich – meist auch mit Kindern und anderen Tieren: Coonies gelten als sanfte Riesen. Meine beiden lassen sich sogar von Kindern streicheln, obwohl sie gleichzeitig deutlich signalisieren, wenn es ihnen reicht.


Haltung: Was eine Maine Coon wirklich braucht

Viele unterschätzen, wie anspruchsvoll Maine Coons sein können – nicht im negativen Sinn, aber im praktischen Alltag. Hier sind ein paar Dinge, die aus meiner Erfahrung unverzichtbar sind.

Bevor wir zur Liste kommen, ein wichtiger Gedanke: Eine Maine Coon ist kein „Anfänger-Kätzchen“. Ihre Bedürfnisse sind komplexer, sie ist kräftiger, aktiver und fordert mehr Rücksicht und Raum als viele andere Rassen.

Diese Punkte solltest Du bei der Haltung unbedingt einplanen:

  • Platzangebot: Eine Maine Coon braucht Raum. Kein Palast, aber genug Platz zum Rennen, Springen, Klettern – vor allem in der Höhe.
  • Kratzbaum in XXL: Standardkratzbäume kippen oft unter dem Gewicht. Stabile Kratzmöbel sind Pflicht.
  • Katzentoilette in richtiger Größe: Eine normale Toilette ist für viele Coonies zu klein. Denk an XXL-Modelle oder Hundeboxen mit Einstreu.
  • Artgerechte Beschäftigung: Intelligenzspielzeuge, Clickertraining oder auch Futterbälle sind super, um sie geistig zu fordern.
  • Nicht allein halten: Maine Coons sind sehr sozial. Wenn Du sie allein hältst, kann sie einsam werden – besser ist ein Katzenpartner (idealerweise auch aktiv).
  • Fellpflege: Auch wenn das Fell weniger verfilzt als bei anderen Langhaarkatzen – regelmäßiges Bürsten ist Pflicht. Besonders in der Fellwechselzeit.
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Wenn Du diese Punkte beachtest, wirst Du eine zutrauliche, anhängliche und faszinierende Katze an Deiner Seite haben, die Dir viel zurückgibt – jeden Tag.


Typische Gesundheitsprobleme – was Du wissen solltest

Auch wenn Maine Coons als robust gelten, gibt es ein paar genetisch bedingte Risiken, die Du kennen solltest.

Am bekanntesten ist die Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), eine Herzkrankheit, die tödlich verlaufen kann. Seriöse Züchter lassen ihre Tiere darauf testen – das solltest Du unbedingt einfordern, bevor Du ein Kitten kaufst.

Ebenfalls bekannt ist die Hüftdysplasie (HD), eine Fehlstellung der Hüftgelenke. Sie kommt bei großen Rassen häufiger vor, kann aber gut kontrolliert werden, wenn man sie früh erkennt.

Tipp: Wenn Du eine Maine Coon vom Züchter holst, verlange immer die Gesundheitsnachweise der Elterntiere. Bei Katzen aus dem Tierschutz kannst Du durch regelmäßige Tierarztbesuche gegensteuern – und bekommst dafür oft eine ganz besondere Persönlichkeit.


Futter – größer heißt nicht „mehr“

Ein häufiger Irrtum: „So eine große Katze braucht ja doppelt so viel Futter.“ Nein. Maine Coons wachsen langsamer (oft bis zu 4 Jahre!), aber ihr Stoffwechsel ist ähnlich wie bei anderen Katzen.

Was zählt, ist hochwertiges, proteinreiches Futter mit wenig Getreide. Achte auf einen hohen Fleischanteil, möglichst ohne Zucker, Soja oder unnötige Füllstoffe. Trockenfutter kann als Ergänzung dienen, aber Nassfutter sollte die Basis bilden – idealerweise ergänzt mit Wasser oder Brühe, um die Nieren zu entlasten.


Wohnungskatze oder Freigänger?

Hier scheiden sich die Geister. Meine Coonies leben drinnen – mit katzensicherem Balkon, Kletterwänden und viel Beschäftigung. Das funktioniert hervorragend. Aber ich kenne auch Halter, die mit gesichertem Freigang arbeiten (zum Beispiel über ein eingezäuntes Gehege).

Wichtig ist: Ohne Schutz sollte eine Maine Coon nicht unbeaufsichtigt draußen herumstreifen. Sie ist zu zutraulich, zu auffällig – und leider auch bei Katzenfängern beliebt.


Warum Du diese Katze lieben wirst – und was Du vorher wissen musst

Wenn Du eine Katze suchst, die wie ein Familienmitglied mit Dir lebt, mit Dir spricht, Dich begleitet und aktiv an Deinem Leben teilnimmt, ist die Maine Coon ideal.

Aber Du musst bereit sein, Platz, Zeit und Aufmerksamkeit zu investieren. Eine Maine Coon stellt Erwartungen – sie gibt Dir aber auch unglaublich viel zurück. Ihre Loyalität, ihr Charme und ihre Ausstrahlung sind unvergleichlich. Sie ist kein „Haustier“, sondern ein Charakterwesen.


FAQ – Häufige Fragen zur Maine Coon

Wie alt werden Maine Coons?
Bei guter Pflege liegt die Lebenserwartung bei 12–15 Jahren, manche werden sogar älter. Wichtig ist ein gesundes Herz und regelmäßige Checks.

Kann man eine Maine Coon alleine halten?
Besser nicht. Diese Katzen sind sehr sozial. Wenn Du viel zuhause bist, geht es vielleicht. Sonst lieber ein zweiter Stubentiger – gern ebenfalls aktiv und groß.

Wie oft muss man eine Maine Coon bürsten?
Im Normalfall 1–2 Mal pro Woche, bei Fellwechsel deutlich häufiger. Besonders unter den Achseln und hinter den Ohren bilden sich gern kleine Knötchen.


So bist Du bereit für Deine Maine Coon

Wenn Du eine Maine Coon aufnehmen möchtest – oder schon eine hast – hilft Dir diese kurze Checkliste zur Orientierung:

✅ Kratzbaum in stabiler, großer Ausführung
✅ Große Katzentoilette mit passender Streu
✅ Hochwertiges, proteinreiches Futter ohne Getreide
✅ Beschäftigungsmöglichkeiten: Spielzeuge, Intelligenzspiele, Kratzmöbel
✅ Zeit und Nähe: tägliche Aufmerksamkeit und Kontakt
✅ Gesundheits-Check: HCM-Tests vom Züchter, regelmäßige Tierarztbesuche
✅ Sichere Umgebung (besonders bei Wohnungshaltung: Balkon, Fenster sichern)
✅ Bürste und Pflegeset für regelmäßige Fellpflege
✅ Ein Katzenpartner – oder sehr viel Menschennähe


Wenn Du all das beachtest, wirst Du mit Deiner Maine Coon eine intensive, wunderbare Beziehung aufbauen. Diese Katze ist mehr als ein Tier – sie ist ein echter Mitbewohner mit Herz, Verstand und einem Hauch Wildheit.

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Hey, ich bin Andreas.
Ich lebe seit vielen Jahren mit Katzen zusammen und habe Schnurrzone gegründet, um meine Erfahrung und Begeisterung mit dir zu teilen. Hier erfährst du, wie du deine Katze besser verstehst, welche Produkte wirklich sinnvoll sind – und wie du den Alltag mit deiner Samtpfote noch schöner machst.