katze geht es nicht gut

5 Anzeichen, dass es deiner Katze nicht gut geht

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17. Juli 2025

Wenn deine Katze sich anders verhält als sonst, macht sich schnell ein ungutes Gefühl breit. Vielleicht frisst sie nicht mehr wie gewohnt, wirkt zurückgezogen oder ist plötzlich aggressiv. Und du fragst dich: Geht es ihr gut? Oder steckt da etwas Ernstes dahinter? Genau in solchen Momenten ist es wichtig, die Körpersprache und das Verhalten deiner Katze richtig zu deuten.


Veränderungen im Fressverhalten

Wenn deine Katze plötzlich weniger frisst – oder gar nichts mehr – solltest du aufhorchen. Katzen sind in dieser Hinsicht sensibel. Während ein leichtes Schwanken der Futtermenge mal vorkommen kann, ist anhaltende Appetitlosigkeit immer ein Alarmsignal.

Ebenso auffällig: Wenn deine Katze plötzlich gierig frisst, obwohl das sonst nicht zu ihr passt. Auch das kann ein Hinweis auf ein gesundheitliches Problem sein – etwa eine Schilddrüsenüberfunktion oder Diabetes.

Besonders kritisch ist es, wenn deine Katze mehrere Tage nicht frisst. Anders als Hunde vertragen Katzen keinen längeren Nahrungsverzicht – das kann die Leber schädigen (Stichwort: Fettleber). Spätestens nach 24 bis 48 Stunden solltest du den Tierarzt aufsuchen.


Verändertes Verhalten und Rückzug

Vielleicht kennst du das: Deine Katze begrüßt dich sonst immer, schnurrt, ist präsent – und plötzlich verzieht sie sich unter das Sofa und möchte nicht gestreichelt werden. Dieses Verhalten solltest du nicht einfach als Laune abtun, denn viele Katzen ziehen sich zurück, wenn sie Schmerzen haben oder sich unwohl fühlen.

Auch andere Verhaltensänderungen können ein Hinweis sein:

  • Plötzlich aggressives Verhalten
  • Übermäßige Anhänglichkeit
  • Unruhe oder Rastlosigkeit

Achte hier auf dein Bauchgefühl. Du kennst deine Katze besser als jeder andere. Wenn du denkst: „Irgendwas stimmt nicht“ – dann hast du meist recht. Katzen zeigen Veränderungen oft still, aber deutlich, wenn man genau hinschaut.


Auffälligkeiten im Fell oder in der Körperpflege

Das Fell deiner Katze sagt mehr über ihren Zustand aus, als du vielleicht denkst. Ein stumpfes, fettiges oder verfilztes Fell kann ein Hinweis auf gesundheitliche Probleme sein – etwa Schmerzen, Stress oder Mangelerscheinungen.

Auch wenn deine Katze sich weniger oder gar nicht mehr putzt, ist Vorsicht geboten. Das liegt oft daran, dass sie sich schlicht zu unwohl fühlt oder Schmerzen hat – etwa durch Arthrose, Zahnprobleme oder Magen-Darm-Beschwerden.

Manche Katzen neigen in solchen Phasen auch zu übermäßiger Fellpflege – sie lecken sich dann regelrecht wund, was auf Stress oder Hautprobleme hindeuten kann. Besonders häufig sind hier kahle Stellen am Bauch oder an den Innenschenkeln zu sehen.

Wenn du solche Veränderungen bemerkst, ist das ein klares Zeichen: Deine Katze braucht Hilfe.


Veränderte Toilettengewohnheiten

Die Katzentoilette ist nicht gerade der schönste Ort im Haus – aber ein sehr wichtiger, wenn es um die Gesundheit geht. Plötzliches Harnmarkieren, Verstopfung oder Durchfall, ein anderes „Pinkelverhalten“ oder sogar Blut im Urin sind alles Hinweise darauf, dass deine Katze nicht gesund ist.

Gerade bei Katern kann ein Harnröhrenverschluss schnell lebensbedrohlich werden – wenn du bemerkst, dass deine Katze oft auf die Toilette geht, aber nichts kommt, zögere nicht. Das ist ein Notfall!

Auch bei häufigem Erbrechen oder lang anhaltendem Durchfall solltest du genau hinsehen. Manche Katzen sind empfindlich, wenn sich das Futter ändert – aber anhaltende Verdauungsprobleme sind kein Zufall.


Veränderung der Körpersprache und Atmung

Katzen sind Meister darin, Schmerzen zu verbergen. Doch die Körpersprache verrät sie manchmal trotzdem. Beobachte, ob deine Katze sich:

  • anders bewegt
  • den Rücken hochzieht
  • plötzlich nicht mehr springt
  • oder apathisch herumliegt

Ein weiteres, oft übersehenes Signal ist die Atmung. Wenn deine Katze hechelt (ohne große Anstrengung), schnell oder flach atmet, kann das auf ein Herz- oder Lungenproblem hinweisen. Auch „Mundatmung“ ist bei Katzen immer ein Notfall.

Ein zu ruhiger oder steifer Gang, eine hängende Rute oder ein gebückter Rücken sind oft stille Zeichen für Schmerzen. Wenn du diese Körpersignale früh erkennst, kannst du schlimmeres verhindern – und deiner Katze schnell helfen.


Was du tun kannst, wenn du dir Sorgen machst

Es ist völlig normal, nicht jedes Verhalten sofort richtig deuten zu können. Aber sobald du eines dieser Anzeichen bemerkst und es über mehr als einen Tag anhält, solltest du lieber einmal zu viel als zu wenig handeln.

Sprich mit deinem Tierarzt, notiere dir die beobachteten Veränderungen und beschreibe sie möglichst genau. Am besten ist es, du dokumentierst mit Fotos oder kurzen Videos, was dir aufgefallen ist – gerade wenn es um Bewegungen oder das Gangbild geht.

Und ganz wichtig: Vertraue deinem Gefühl. Du bist täglich mit deiner Katze zusammen, du kennst ihre Routinen, ihr Verhalten und ihre Eigenarten. Wenn du merkst, dass etwas anders ist – dann nimm dieses Gefühl ernst.


Erfahre mehr in diesem Video!


FAQ – Häufige Fragen zur Katzengesundheit

Wie lange darf meine Katze nichts fressen, bevor ich zum Tierarzt muss?
Nicht länger als 24 bis 48 Stunden. Bei jungen, alten oder vorerkrankten Katzen solltest du noch schneller reagieren.

Meine Katze schläft nur noch und spielt gar nicht mehr – ist das normal?
Das kann altersbedingt sein, aber auch auf Unwohlsein hindeuten. Wenn sich Schlaf- und Aktivitätsverhalten plötzlich ändern, lohnt sich ein Check beim Tierarzt.

Kann es sein, dass meine Katze seelisch krank ist?
Ja. Katzen können auf Stress, Trauer oder Veränderungen im Alltag mit psychosomatischen Symptomen reagieren. Auch Verhaltensstörungen durch Unterforderung oder Angst sind möglich.


Es ist nicht immer leicht zu erkennen, wenn eine Katze leidet. Aber je besser du deine Samtpfote kennst, desto schneller merkst du, wenn etwas nicht stimmt. Und das ist der größte Liebesbeweis: aufmerksam sein, helfen, wenn sie dich braucht – und im Zweifel den Tierarzt zurate ziehen. Denn du bist der wichtigste Mensch in ihrem Leben.

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Hey, ich bin Andreas.
Ich lebe seit vielen Jahren mit Katzen zusammen und habe Schnurrzone gegründet, um meine Erfahrung und Begeisterung mit dir zu teilen. Hier erfährst du, wie du deine Katze besser verstehst, welche Produkte wirklich sinnvoll sind – und wie du den Alltag mit deiner Samtpfote noch schöner machst.